Jetzt | dailyprompt

Die Antworten auf die „Daily Prompts” führen zwangsläufig dazu, dass ich über die Vergangenheit und die Zukunft nachdenke. Darüber hinaus grübele ich nicht, schlage mich nicht mit quälenden Gedanken herum.

Ich habe meine Lehren aus der Vergangenheit gezogen und ziehe sie auch aus dem jüngst Vergangenen. Großartige zukünftige Ziele strebe ich nicht an.

Wie bereits geschrieben, lasse ich mich gerne treiben und überraschen. Ebenfalls habe ich bereits einmal geschrieben, dass ich hoffe, dass „die Leute” über mich sagen: „Er liebt.” Er lebt. Er ist …

Denk ich an Deutschland
in der Nacht dann bin ich um
meinen Schlaf gebracht

… treu, zuverlässig, freundlich, umgänglich, verträglich, genügsam, mitfühlend, vorausschauend, selbstlos, hilfsbereit, neugierig, aufgeschlossen, agil, anpassungswillig und veränderungsbereit.“ … Kurz: Er ist lebendig.

Das erreiche ich nicht, wenn ich mich mit der Vergangenheit oder der Zukunft beschäftige. Die Grundsteine dafür möchte ich täglich in der Gegenwart legen.

„Ich erwarte getrost, was kommen mag.” Ich vertraue darauf, dass sich alles fügt. Nicht, dass es so wird, wie ich es mir wünsche, sondern dass rückblickend alles Sinn gehabt hat.

Angst vor dem Tod habe ich nicht. Lampenfieber vielleicht.

Täglicher Schreibanreiz
Denkst du öfter über die Zukunft oder die Vergangenheit nach? Warum?

Do you spend more time thinking about the future or the past? Why? | Verbringst du mehr Zeit damit, über die Zukunft oder über die Vergangenheit nachzudenken? Warum?

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Autor: Bernd @Krise? Welche Krise?

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================

3 Kommentare zu „Jetzt | dailyprompt“

  1. Deine Antwort gefällt mir, muss ja: Ich denke in der Hinsicht ähnlich. Allerdings habe ich in der Konsequenz nicht zuende gedacht: Lampenfieber empfinde ich als eine sehr befriedigende Beschreibung.

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    1. Fein. Ich kenne nicht viele Menschen, die keine Angst vor dem Tod haben. Grundsätzlich habe ich Schwellenangst. Ich muss mich immer überwinden, um Neuland zu betreten. Vor dem letzten Schritt muss ich mich jedoch nicht fürchten. Es gibt kein Zurück. Ich möchte dem Tod mit offenen Armen entgegentreten. Ich habe nie unter Lampenfieber gelitten, sondern es hatte einen positiven Effekt auf mich. Der Weißblende werde ich also angespannt, nervös und erregt entgegentreten und darauf vertrauen, dass sich alles fügt.

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      1. Lampenfieber ist einfach das umfassendste Wort für die dem Unbekannten angemessene Aufregung, gerade in Verbindung mit der Überwindung der Schwellenangst. Vermutlich hilft es sehr, wenn man keinerlei religiös bedingten Ängste nährt.

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