Der Artikel thematisiert den Alkoholkonsum in Deutschland und die damit verbundenen Risiken, insbesondere für Jugendliche. Suchtmediziner Falk Kiefer betont, dass der frühe Kontakt von Kindern mit Alkohol, der in der Gesellschaft vorgelebt wird, zur Entwicklung von Abhängigkeiten führen kann. Er plädiert für eine verantwortungsvollere Handhabung von Alkohol, unter anderem durch höhere Preise und strengere Werbebeschränkungen, um den Zugang für Jugendliche zu erschweren. Abschließend wird die Initiative „Dry January“ als Möglichkeit hervorgehoben, das eigene Trinkverhalten zu reflektieren und gegebenenfalls zu ändern.
»Alkohol gehört zum Alltag – das wird schon Kindern vorgelebt. Daher ist es unvermeidbar, dass ein Teil der Heranwachsenden abhängig wird, sagt Suchtmediziner Falk Kiefer. Er erklärt, wie einzelne und die Gesellschaft Alkoholsucht vorbeugen können.«, 30.12.2025, https://www.deutschlandfunk.de/alltagsdroge-alkohol-100.html
hören:
Die Alltagsdroge Alkohol
Suchtmediziner: Umgang ist unfair gegenüber Jüngeren
Alkohol gehört zum Alltag – das wird Kindern bereits vorgelebt. Daher ist es unvermeidbar, dass ein Teil der Heranwachsenden abhängig wird, sagt Suchtmediziner Falk Kiefer. Er erklärt, wie Einzelpersonen und die Gesellschaft Alkoholsucht vorbeugen können.
Winkelheide, Martin; www.deutschlandfunk.de, Sprechstunde
Umgang mit Alkohol im Alltag: Risiken und Prävention
Der Umgang mit Alkohol ist gesellschaftlich normalisiert, führt aber oft zu Abhängigkeit. Prävention, bewusster Konsum und gesellschaftliche Maßnahmen sind entscheidend.
Key Points
~ Deutschland ist ein Hochkonsumland mit 10–11 Litern Reinalkohol jährlich pro Person.
~ Kinder und Jugendliche lernen Alkohol meist mit 13 oder 14 Jahren kennen, häufig durch Vorbilder.
~ Das jugendspezifische Komasaufen hat sich in den letzten Jahren reduziert, bleibt aber ein Problem.
~ Alkohol wird vor allem in sozialen Kontexten konsumiert, um Hemmungen abzubauen.
~ Der Konsum kann sich von funktionalem Trinken zu Gewohnheit und Sucht entwickeln.
~ Bewegungen wie der „Dry January“ zeigen, dass viele Menschen ihren Konsum reduzieren oder aussetzen möchten.
~ Gesellschaftlicher Umgang und Prävention
~ Gesellschaften tolerieren den Umgang mit Alkohol, gleichzeitig ist der Zugang für Jugendliche leicht.
~ Es besteht eine große Verantwortung gegenüber jüngeren Generationen, da Alkohol eine Sucht erzeugen kann.
~ Maßnahmen wie Preiserhöhungen und Werbebeschränkungen könnten den Konsum bei Kindern und Jugendlichen eindämmen.
~ Menschen, die ohne Alkohol aufwachsen, entwickeln weniger häufig das Bedürfnis zu trinken, was präventiv wirkt.
~ Frühe schädliche Muster lassen sich durch bewusste Reduktion und Reflexion oft noch ausgleichen.
Behandlung und Selbsthilfe
~ Für Betroffene ist Abstinenz meist das effektivste Mittel, um eine Abhängigkeit zu überwinden.
~ Die Motivation dazu kann durch Selbsthilfegruppen wie die Anonymen Alkoholiker gestärkt werden.
~ Frühe Hilfe, etwa durch Trinktagebücher oder professionelle Beratung, ist bei beginnender Abhängigkeit wirksam.
~ Es ist wichtig, sowohl gesellschaftliche als auch individuelle Strategien gegen problematischen Alkoholkonsum zu fördern, um größere gesundheitliche Schäden zu verhindern.
Schlussfolgerung
~ Der Umgang mit Alkohol ist ein gesellschaftliches Problem, das frühzeitig durch Prävention, Aufklärung und gesellschaftliche Maßnahmen angegangen werden muss. Verantwortungsvolles Verhalten und bewusste Entscheidungen können langfristige gesundheitliche Schäden verhindern.
krisewelchekrise.blog weist darauf hin, dass die Inhalte der geteilten und zusammengefassten Artikel die Ansicht der verlinkten Websites wiedergeben. Diese Ansicht muss nicht mit der Meinung von krisewelchekrise.blog übereinstimmen.
