Tag 23.911 | 06.01.2026 | diary & Fotos

zu den Fotos | Danksagung | Ich habe sechs Stunden gut geschlafen, war aber mehrmals kurz wach (74 Punkte im Schlaftracking).

Zum Frühstück aß ich mein Übernacht-Müsli und trank eine Tasse koffeinhaltigen Kaffee.

Parallel dazu hörte ich einzelne Beiträge aus meinen Podcasts, nämlich Interviews des Deutschlandfunks und von Deutschlandfunk Kultur.

Anschließend las ich die aktuellen Feeds in meinem Feed-Reader und sah mir an, was die anderen Blogger:innen am Vortag veröffentlicht hatten. Dazu trank ich eine Tasse koffeinfreien Kaffee und aß zwei weiche Lebkuchenherzen.

Ich schrieb an zwei Daily Prompts und ließ meiner und Geminis Fantasie beim Kommentieren eines Blogbeitrags freien Lauf.

Zum Mittagessen gab es einen Apfel und ein „High Protein Toastbrötchen“ mit einem Aufstrich nach Teevurst-Art und scharfem Senf sowie eine Scheibe Käsealternative mit Bockshornklee. Dazu hörte ich drei Beiträge der NachDenkSeiten aus meinen Podcasts.

Mein Spaziergang führte mich direkt an den Rhein, der Rückweg führte mich durch den Park. Eine Firnis aus weißem Schnee bedeckte die Wege, die Wiesen und die Bäume. Am 6. Dezember wurden wir gefragt, ob wir manchmal wildlebende Tiere sehen. Ich schrieb unter anderem:

» […] Besonders freut es mich, im Park das typische Klopfen eines Spechts zu hören. Ich bleibe dann so lange stehen und verfolge das Klopfen mit den Ohren und den Augen, bis ich den Specht entdeckt habe. Er war schon lange nicht mehr zu hören. […] «

Heute vernahm ich sein Klopfen. Ich blieb stehen, bedeckte die mich blendende Sonne mit den behandschuhten Händen und schaute in die ungefähre Richtung der Klopflaute. Und tatsächlich, plötzlich flog ein Vogel, ein Specht, nach rechts in Richtung anderer Bäume.

Auf dem Rückweg kehrte ich wieder in das Bäckerei-Café ein, trank einen großen Café Crema, aß einen Laugenkürbisring und las wieder in der EMMA. Im Café wurden größere Renovierungsmaßnahmen besprochen. Vermutlich haben sie deshalb die Preise angehoben.
In der EMMA ging es um „Pest oder Cholera?”:

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In ihrem Artikel thematisiert Annika Ross die Rolle der Medien als vierte Gewalt und ihr Versagen in der aktuellen politischen Situation, insbesondere im Kontext des Ukraine-Kriegs. Der Propagandaforscher Jonas Tögel kritisiert die Manipulation der öffentlichen Meinung durch Regierung und Medien. Diese schüren eine Kriegsstimmung in Deutschland, indem sie wichtige Informationen ausblenden. Er warnt davor, dass die Bürger:innen zwischen „Pest und Cholera“ wählen müssen, da die Medien nicht mehr unabhängig berichten, sondern die Narrative der Mächtigen unterstützen. Tögel fordert eine kritische Auseinandersetzung mit der Propaganda und hinterfragt den Zustand der Demokratie angesichts der gegenwärtigen Kriegspropaganda.

Es ging um „Das algerische Drama“:

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In seinem aktuellen Roman ist es Kamel Daoud gelungen, für das unvorstellbare Grauen, das in den 1990er Jahren über Algerien hereinbrach – eine Art über Jahre andauernde Silvesternacht – eine poetische Form und lyrische Sprache zu finden. Dadurch wird die Lektüre des nationalen Dramas nicht nur erträglich, sondern zu einem intensiven Erlebnis. […]«

Es ging um „Miss Marple in roter Robe“:

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„ […] Sie war die erste Präsidentin des Bundesverfassungsgerichts – und Feministin. Jetzt erzählt eine Biografie das so mutige Leben von Jutta Limbach. Ihre Blümchenkleiner waren ebenso legendär wie ihre messerscharfen Reden. Kein Wunder, wenn schon die Großmutter eine kämpferische Frauenrechtlerin war. […]«

Es geht um den neuen, preisgekrönten Film von Jafar Panahi, „Ein einfacher Unfall“:

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Der Artikel behandelt den iranischen Filmemacher Jafar Panahi und seinen neuen Film „Ein einfacher Unfall“, der sich mit den Themen Rache und Menschlichkeit auseinandersetzt. Der Film erzählt die Geschichte von Vahid, einem Folteropfer, das seinem Folterer begegnet und ihn gefangen nimmt. Währenddessen teilen verschiedene Menschen ihre Meinungen zur Rache mit ihm. Panahi, der für seine humanitären Filme bekannt ist und trotz eines Berufsverbots weiterhin arbeitet, betrachtet Frauen als die wahren Heldinnen des Widerstands gegen das iranische Regime. Der Artikel hebt hervor, dass Panahi mit seinen Werken und seinem Mut, gegen Unterdrückung zu kämpfen, eine wichtige Stimme für die iranische Gesellschaft ist.

Es ging auch um „Die Stadt der Frauen“:

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Christine de Pizan war eine bedeutende Gelehrte des 15. Jahrhunderts und die erste professionelle Schriftstellerin Europas. Bereits im Jahr 1405 forderte sie die Todesstrafe für Vergewaltiger. In ihren Werken kritisierte sie die gesellschaftliche Ungleichheit zwischen Männern und Frauen und setzte sich für die Rechte und Anerkennung von Frauen ein. Ihr bekanntestes Werk „Das Buch von der Stadt der Frauen” gilt als Meilenstein der feministischen Literatur. Darin thematisiert sie die Errungenschaften von Frauen in der Geschichte. Auch 600 Jahre nach ihrem Tod ist Christine de Pizan eine inspirierende Figur, deren Ideen und Forderungen bis heute aktuell sind.

Zurück zu Hause widmete ich mich meinen neuen WordPress.com-Blogposts.

Ich aß Tortellini mit Gemüsefüllung und dazu Möhren, die ich mit Gemüsewürze ohne Salz gewürzt hatte, in einer Gemüsesoße aus Paprika, Karotten und Rote Bete. Es war so viel, dass ich morgen noch davon essen kann. Außerdem aß ich ein paar Linsenchips, eine Handvoll Nüsse und Maronen, trank ein alkoholfreies Bier und ein Glas Mehrfruchtdirektsaft und aß drei Datteln sowie einen Becher „Pure Joy Kirsche”. Beim Essen hörte ich einzelne Beiträge aus den Podcasts der Deutschlandfunk-Sendung „Information und Musik” und der NachDenkSeiten.

Morgen kaufe ich bei Rossmann ein – heute habe ich die Einkaufsliste geschrieben.

Den Tag ließ ich mit dem Hören von Neuerscheinungen und Lieblingssongs bei einem koffeinfreien Kaffee und drei Dominosteinen ausklingen.

Bis zum Einschlafen las ich noch etwas im Buch „Xenozid – Ender-Saga 3” von Orson Scott Card.

zur Leseprobe aufklappen

» […] »Noch immer nicht tot«, sagte sie. Sie hatte ihn, als sie während der letzten Tage erwacht war, jedes Mal mit diesen Worten begrüßt. Zuerst waren ihm die Worte wunderlich oder ironisch erschienen, doch nun wusste er, dass sie sie mit Enttäuschung sprach. Sie sehnte sich jetzt nach dem Tod, nicht etwa, weil sie das Leben nicht geliebt hätte, sondern weil der Tod nun unvermeidlich war und das, was nicht vermieden werden konnte, akzeptiert werden musste. Das war der Weg. Jiang-qing hatte sich während ihres Lebens nie auch nur einen Schritt vom Weg entfernt. […] «

Ich bin heute dankbar für:

– eine ruhige Nacht,
– einen ruhigen Tag,
– die Sichtung des Spechts und das Hören seines Klopfens,
– das EMMA-Abonnement,
– unfallfreies Bewegen im öffentlichen Raum und zu Hause,
– den Song des Tages: „Die with a smile” von Global Kryner, veröffentlicht am 26.09.2025  |  YouTube  |  Spotify  |  Apple
– 9216 Schritte.


6. Januare | in Fotos


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Ich danke Katja vom Blog „Katja mittendrin„, dass ich ihre Idee der Alltagsschnipsel übernehmen darf: https://katja-mittendrin.de/category/alltagsschnipsel/

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Avatar von Unbekannt

Autor: Bernd @Krise? Welche Krise?

» ... Ist es möglich; daß man trotz Erfindungen und Fortschritten, trotz Kultur, Religion und Weltweisheit an der Oberfläche des Lebens geblieben ist? Ist es möglich, daß man sogar diese Oberfläche, die doch immerhin etwas gewesen wäre, mit einem unglaublich langweiligen Stoff überzogen hat, so daß sie aussieht wie die Salonmöbel in den Sommerferien? Ja, es ist möglich. ... « – Rainer Maria Rilke, Die Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge, 1910 ====================

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