Danksagung | Ich habe acht Stunden gut geschlafen (88 Punkte im Schlaftracking).
Zum Frühstück aß ich vier halbe Brötchen und dazu eine Teewurst-Alternative mit scharfem Senf, eine Thunfisch-Alternative, eine Scheibe Käsealternative mit Bockshornklee sowie einen Fruchtaufstrich mit Apfel-Zimt-Geschmack. Außerdem trank ich eine Tasse Kaffee mit Koffein.
Parallel dazu hörte ich einzelne Beiträge aus den Podcasts der NachDenkSeiten und aus den Interviews des Deutschlandfunks.
Nach der Morgentoilette las ich die aktuellen Feeds in meinem Feed-Reader und sah mir an, was die anderen Blogger:innen am Vortag veröffentlicht hatten.
Heute ist Freitag. Freitags fahre ich für gewöhnlich nach Koblenz in mein Lieblingscafé. So auch heute. Heute fahre ich mit gemischten Gefühlen. Am Freitag vor Weihnachten hieß es, I. würde uns heute verlassen. I. ist die Küchenfee, die mir meinen Salat zubereitet und ihn mir seit dem Sommer immer persönlich an den Tisch gebracht hat. Mit einem Lächeln im Gesicht und strahlenden Augen. Nach Monaten dieses Rituals kamen wir ins Gespräch. Zwischen Tisch und Küche. Es waren nicht nur ein paar freundliche Worte. Sofort tiefgründig. Zwei Seelen, die einander erkannten. Uns trennen 40 Jahre, verbindet ein Altersunterschied von 40 Jahren. Zu einem längeren Gespräch kam es dann leider nicht mehr. Sie wurde vom Heimweh überwältigt. Zurück in die Heimat. Zwischen Tisch und Küche „versprach” sie mir, heute noch einmal ins Café zu kommen und sich zu verabschieden. Ich kenne diese „Sprüche”. Unverbindlichkeit ist das Zeichen der heutigen Zeit. Entweder würde ich heute traurig sein, weil sie nicht käme, oder weil es ein Abschied wäre. Zwanzig Minuten, nachdem ich mich gesetzt hatte und gerade meinen Salat „Königsberger Klopse” aß, kam sie tatsächlich herein. Wir redeten drei Stunden ohne Punkt und Komma. Seelenverwandtschaft. Beseelt fuhr ich nach Hause. Ich bin kein Mensch für Abschiede. Eigentlich hasse ich Abschiede. Eigentlich vermeide ich sie. Dieses Mal ging ich lächelnd. „Komm gut an, liebe I., in deiner Heimatstadt!”
Ach ja, während des Gesprächs trank ich drei koffeinhaltige Kaffees und aß noch meine geliebte Nussecke. Das sah ich auf der Rechnung. Erinnern kann ich mich heute nicht.
Zuhause angekommen, widmete ich mich meinen neuen Blogposts.
Ich aß ein dunkles Ofenbrot, das mit Kräutern verfeinert war, auf heller Soße. Außerdem aß ich ein paar Linsenchips, eine Handvoll Nüsse und drei Maronen. Ich trank ein alkoholfreies Bier, ein Glas Mehrfruchtdirektsaft und aß drei Datteln sowie einen Becher „Pure Joy Pfirsich-Maracuja”.
Den Tag ließ ich mit dem Hören von Neuerscheinungen und Lieblingssongs ausklingen.
Vor dem Einschlafen las ich weiter in dem Buch „Xenozid – Ender-Saga 3” von Orson Scott Card.
Hier eine Leseprobe:
Das ist es, was wir hier verbrennen: Haut, Fleisch, Aas, nichts. Nicht meine Jiang-qing. Nur die Gestalt, die sie in diesem Leben getragen hatte. Das, was diese Leiche zu der Frau machte, die ich liebte, ist noch am Leben, muss noch am Leben sein. Und einen Augenblick lang glaubte er, er könne sehen, oder hören, oder irgendwie fühlen, wie Jiang-qing überging.
In die Luft, in die Erde, in das Feuer. Ich bin bei dir.
Ich bin heute dankbar:
– für ruhigen Schlaf,
– dass ich keine Albträume hatte,
– für das anregend lange Gespräch mit I.,
– dass es mir gelungen ist, Abschiedsschmerz in stille Freude zu verwandeln,
– für unfallfreies Bewegen im öffentlichen Raum und zu Hause,
– für pünktliche Zugverbindungen,
– für den Song des Tages: „Camera” von Editors, veröffentlicht am 25.07.2005 auf „The Black Room“ | Spotify | YouTube | Apple Music,
– für 7376 Schritte.
Ich danke Katja vom Blog „Katja mittendrin„, dass ich ihre Idee der Alltagsschnipsel übernehmen darf: https://katja-mittendrin.de/category/alltagsschnipsel/

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