Ich wische mir nur noch schnell die Spinnweben aus dem Gesicht.

Der am 19.11.2001 veröffentlichte Songtext „Warte auf mich” von Element of Crime beschreibt die Vorbereitung und den Aufbruch eines lyrischen Ichs aus einem geschützten Innenraum in die unsichere und dunkle Außenwelt. Dabei sehnt es sich nach einer Begleitperson. Der Text vermittelt ein Gefühl von Zögern und Isolation.

In der ersten Strophe werden die körperlichen Anstrengungen und die Notwendigkeit, sich für den Weg fertigzumachen, beschrieben. Zudem wird die Vorsicht, mit der das lyrische Ich agiert, deutlich. Die Umgebung scheint verlassen zu sein oder es ist lange her, dass das lyrische Ich den Raum verlassen hat. Der zentrale, wiederholt auftretende Refrain „Draußen ist es zu dunkel für einen allein” drückt die Angst vor Einsamkeit und Feindseligkeit der Außenwelt aus. Das lyrische Ich fleht eine andere Person an, auf es zu warten und es nicht allein zu lassen.

In der zweiten Strophe wird deutlich, dass die Begleitperson bereits draußen oder voraus ist. Das lyrische Ich orientiert sich am Klang ihrer Schritte und kämpft damit, ihr zu folgen. Die Atmosphäre ist geheimnisvoll und melancholisch.

Im Kern ist es eine lyrische Darstellung von Abschied, der Überwindung von Trägheit, dem Kampf gegen Dunkelheit und Einsamkeit sowie dem starken Bedürfnis nach menschlicher Nähe und Führung in einer bedrohlichen Situation.

https://music.apple.com/de/song/warte-auf-mich/1443141836